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Tenrim Evergreen... eine Stimme in der Finsternis


Es war einer dieser Tage... an denen die Vergangenheit viel zu nah wirkte. Tenrim sah versunkten von einem Brief auf. Er war vom Rat aus Darnassus, der ihn informierte, dass auch seine letzte Kampfgefährtin von damals inzwischen verstorben war. Wie in Trance hatte er den Brief gelesen.
Nachtelfen sollten ewig leben, sie waren unsterblich gewesen! Doch sie hatten all das geopfert. Und nun starben sie... einer nach dem anderen. Keiner von ihnen hatte ein hohes Alter erreicht, nein, etwas von damals schien alles daran zu setzen, das zu verhindern.
Sie hatten damals zu den großen Helden gezählt, jenen Auserwählten, die dem letzten Ansturm der Legion entgegenstanden. Damals erschien es als eine gute Idee... doch heute war er sich da nichtmehr so sicher...
Langsam erhob er seine massige Gestalt, seine Hand zerknüllte dabei das tränengetränkte Pergament. Das alles war nun Vergangenheit. Er war kein Held mehr, schon so lange nichtmehr. Er war nur ein Elf mit Wissen um die Jagd auf Dämonen... wissen das niemand mehr wollte und das verachtet wurde. Es war dieses Wissen, das ihn so gefährlich nah an den Pfad des Sindwellers gebracht hatte... vielleicht zu nahe. Sie alle waren bereit gewesen, dieses Opfer für die Welt zu bringen... doch sie hatten keine Ahnung gehabt, wie hoch der Preis tatsächlich sein würde.
Unter seinesgleichen war er ein Monster, sobald sie erfuhren, was geschehen war. So lebte er unter den Menschen... jene Wesen, die - zu seinem Glück - nicht verstanden, was es bedeutete, so einen Weg zu beschreiten. Sie wussten nur, dass er irgendwie gefährlich wirkte, eine düstere Gestalt, die allein ihren Weg durch Sturmwind nimmt.
Er wollte weg von alldem... weg von den flüsternden Stimmen in seinem Kopf, weg von Dämonen und Finsternis... doch es würde ein beschwerlicher Weg werden und wahrscheinlich musste er ihn alleine gehen.
Beitrag #293 erstellt am: / Zuletzt geändert am:


Sturmwind schien eine Stadt des Unglücks zu sein... zumindest für ihn. Ein Nachtelf hatte ihn aufgespürt... ein Druide, wie es schien... hm... Druide... früher hätte so ein Elf es niemals zum Druiden gebracht. Er hatte ihn im Park aufgesucht. Tenrim hatte nur Ruhe gesucht, doch diese wollte der fremde Elf ihm scheinbar einfach nicht lassen. forsch war er auf Tenrim zugekommen, und hatte es gewagt ihn zu fragen, ob er nicht auf dem Weg des Dämonenjägers wandle. Tenrim konnte die dreistigkeit dieser Frage immernoch nicht fassen. Dieser Elf hatte keine Ahnung, was für Wunden solche Fragen aufreißen konnten! Eine einzelne Träne rann sein Gesicht hinab, als er an all jene dachte, die er aufgrund seines Weges verloren hatte... Eleira... Shaara... er hatte viel zu viel geopfert.
Er hatte all das geopfert um dieser Welt Frieden zu bringen... und nun das...
Dieser Elf war zu ihm gekommen um ihn für einen neuen Krieg zu gewinnen... einen Krieg gegen die Oger Düsterbruchs... den Frieden um den er so verzweifelt gekämpft hatte... Natürlich hatte er versucht, seine Absichten hinter schönen Worten zu verbergen... hatte von Abzug der Oger und verschonung derer gesprochen, die sich ergeben würden, doch Tenrim wusste, dass die Oger ihre Heimat verteidigen würden. Und er wusste, dass auch dieser Druide es wusste. Er wollte nur Blut sehen. Dazu unter Umständen das Blut Unschuldiger. Wie Tenrim darüber nachdachte, wurde ihm klar, dass dieser Druide auf seine Weise nicht besser war, als die Legion die er so hart bekämpft hatte.
Tenrim würde dort sein, das schwor er sich... doch nicht auf der seite dieses Druiden. Er würde die unschuldigen schützen, egal wer sie waren... er hatte diesen Weg eben dafür begonnen und er würde ihn bis zuende gehen, wenn es sein musste!
Ob er ein Dämonenjäger war? "Ich werde euch zeigen was für ein Jäger ich bin..." flüsterte er leise, als ihm eine Träne die Wange hinabrann...
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