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Aus dem Leben von . . .

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In dieser Rubrik würde ich euch gerne motivieren mitzumachen. Sucht euch einfach einen NPC heraus und schreibt eine Geschichte aus dessen Sicht. Oft läuft man nur von Questgeber zu Questgeber ohne die spannende Geschichte, die hinter den Personen steckt und sich durch ganz Azeroth zieht zu sehen.
Ich mache hier dann einfach mal den Anfang:

Aus dem Leben von Stellvertreter Rainer, Stadtwache Sturmwind, Weststromgarnison:

Alles kratzt, ich schwitze und mein Körper hat jeden Tag schwer zu tragen. So eine Plattenrüstung ist schwerer als man glaubt. Und vor allem viel unbequemer. Der kalte Stahl drückt auf meine Haut – und auf meine Schultern. Doch auch wenn ich sie morgens nur mit Widerwillen anlege, so hat mir meine Plattenrüstung schon das ein oder andere Mal das Leben gerettet. Mein Name ist Rainer und ich bin bei der Stadtwache Sturmwinds . Zurzeit bin ich in der Weststromgarnison im Wald von Elwynn stationiert.

 

Als Kind habe ich in der Stadt gelebt, die ich heute beschütze. Schon mein Großvater hat die Tore unserer Hauptstadt bewacht. Mein Vater schaffte es sogar in die Leibgarde des Königs. Und dorthin will auch ich, seitdem ich mich vor fünf Jahren entschieden habe die Familientradition weiter zu führen. Um mein Ziel zu erreichen muss ich mich zuerst aber hier beweisen. Und das ist leider nicht so einfach. Die Gnolle haben uns in letzter Zeit ganz schön zugesetzt. Die Reise nach Nordend hat uns viele Soldaten gekostet und fordert immer noch viele Opfer. Ohne die Unterstützung von Freiwilligen würden wir unsere Garnison nicht halten können. Aber auch wenn unsere Lazarettbetten voll sind werden wir den Gnollen keinen Zentimeter von unserem Boden schenken. Denn die Verteidigung der Hauptstadt beginnt weit vor den Toren. Halten wir die Gnolle hier in Schach, können sie sich nicht ausbreiten und noch stärker werden.


Meine Aufgabe hier ist wichtig, aber ich will weiterkommen. Schließlich ist es noch ein weiter Weg bis zur Leibgarde. Und damit ich möglichst bald die Etappe des Stellvertreters hinter mir habe, habe ich mir schon etwas zurechtgelegt. Um die Gnolle ernsthaft zu schwachen und die Gefahr die von ihnen ausgeht zu minimieren muss ihr Anführer getötet werden. Ich habe schon dutzende Freiwillige, die auf die ausgesetzte Belohnung scharf waren, losgeschickt, aber noch keiner ist mit der Tatze von Hogger, so heißt diese widerliche Kreatur, zurückgekommen. Zugegeben, einige von denen, die ich in den Wald schickte, sahen so aus, als würden sie das erste Mal in ihrem Leben ein Schwert schwingen. Aber was soll ich machen, ich bin leider auf diese Leute angewiesen um hier herauszukommen. Die Männer, die mir von der Stadtwache zugeteilt wurden, reichen gerade aus um unsere Stellung zu verteidigen. Da bin ich um jeden Freiwilligen froh, den mir Marshall Dughan aus Goldhain herschickt. Vielleicht wird es ja mal jemandem gelingen der Schlange den Kopf abzutrennen. Bis dahin bleibt mir nur übrig zu warten und das leider in der kalten, unbequemen Plattenrüstung.


Lang lebe der König!


Beitrag #274 erstellt am: / Zuletzt geändert am:

[Game Master]
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Priesterin Anetta, Priesterlehrerin, Abtei von Nordhain

 

Gestern habe ich Hohepriesterin Laurena wieder einmal darum gebeten, meine Studien in Sturmwind weiter führen zu dürfen, um bald auch höhere Priesterschüler unterrichten zu können. Aber nein, sie meinte, sie hätte noch niemanden gefunden, der meinen Platz in der Abtei von Nordhain ersetzen könnte. Und so bleibt es halt weiterhin an mir hängen, die Novizen durch ihre Anfangszeit zu begleiten, sie zu beraten und sie in die Grundlagen der Arbeit mit Licht und Schatten einzuführen.

 

Es ist ja auch eine dankbare Aufgabe. Sie kommen so neugierig und wissbegierig zu mir, fragen mich ehrfürchtig um Rat, lauschen hochkonzentriert meinen Worten und sind sehr beeindruckt von den Fähigkeiten, die sie bei mir lernen können....

 

Das Licht möge mir nur ein einziges Mal diesen Wunsch erfüllen! Doch die Realität sieht ja leider soviel anders aus.

 

Ich höre sie schon vom Eingang der Abtei in den Bibliotheksflügel rennen, auch wenn sie auf leisen Sohlen daher kommen. Bruder Paxton amüsiert sich mittlerweile nur noch. Früher hatte er sich geärgert, weil die Meisten nicht einmal den Anstand haben, ihn im Vorbeirennen zu grüssen.

 

Dann stehen sie atemlos vor mir, hören kurz zu, drücken mir die geforderten Münzen in die Hand - und sind schon wieder weg... Manchmal glaube ich, dass sie noch nicht einmal die Unterscheidung zwischen der Macht konzentrierter Disziplin, den Kräften des heiligen Lichtes und denen des Schattens wirklich verstanden haben...

 

Aber irgendwann werden sie es, das ist sicher. Sie haben ja noch soo viel zu lernen, wenn sie von hier weiterziehen!

 

Nun ja, ich bin trotz allem froh, dass ich ihnen etwas Schutz und Wissen auf den Weg mitgeben kann. Und vielleicht ist dies hier wirklich mein Platz in der Welt, an dem ich meine Aufgabe als Priesterin am Besten ausführen kann, als allererste Ansprechperson angehender mächtiger Priester und Priesterinnen. Nur das Licht weiss, welche Auswirkung ich auf ihre zukünftige Entwicklung habe.

 

Wenn ich es mir recht überlege... ich weiss nicht, ob ich diesen Platz wirklich jemand anderem übergeben möchte. Wer weiss denn schon, ob ich meine Aufgabe an einem anderen Ort genauso gut erfüllen könnte? Vielleicht würde ich mir zu viel zutrauen, übereifrig werden und die fortgeschritteneren Novizen überfordern, ohne dann ihren Fragen wirkliches Wissen gegenüber stellen zu können... Das Licht möge mir beistehen, wenn ich Schattenmagie unterrichten müsste, ohne diese selbst wirklich zu beherrschen. Welchen Schaden an Leib und Seele ich da anderen zufügen könnte! .... Und wer weiss, was eine andere Priesterin, die ihren Dienst in der Abtei hier vielleicht gegen ihren Willen -und damit gegen ihr Herz!- verrichten müsste, nur weil ich törrichterweise etwas andere möchte, für Auswirkungen auf den Weg der ihr hier anvertrauten Novizen hat. Nicht auszudenken, wenn ihr innerer Missmut die Entwicklung anderer in einem so frühen Stadium prägen würde....

 

Nein, nein, es ist schon in Ordnung. Ich glaube, ich gehöre hierher. Vorläufig auf jeden Fall noch. Die Hohepriesterin wird schon wissen, warum sie wen wo hin schickt.

 

Glücklicherweise habe ich ja auch Unterstützung von Marschall McBride, der mich jeweils über die Ankunft eines angehenden Novizen informiert und mir seinen ersten Eindruck schildert. Er hat eine gute Menschenkenntnis und weiss meistens sehr genau, wem er meinen Brief überreichen soll, wenn sie von ihrer ersten Aufgabe zurück kommen und sich entscheiden müssen, ob sie diesen Weg weiter gehen wollen. Er leistet da wirklich gute Arbeit. Auch Khelden Bremen hat dies schon gesagt. Und das Lob eines Magiers muss sich ein Offizier ja wirklich erst Mal verdienen.

 

Und, wenn ich ehrlich bin, es ist auch immer wieder schön, am Abend, während wir zusammen nach Sturmwind zurück spazieren, von Milly zu hören, dass sie auch von einigen Novizen wieder Unterstützung gegen die Bruderschaft der Defias erhalten hat. Oder von Dermot Johns zu erfahren, dass er wieder eine der Kleidungsstücke verkauft hat, die er täglich hin und her schleppt...

 

Hm... seltsam.... da wirke ich nun doch schon einige Zeit hier und kenne die Leute einigermassen, aber woher Dermot Johns seine Stoff- und Lederkleidungen hat, habe ich ihn noch nie gefragt! Das muss ich unbedingt einmal nachholen. Er freut sich ja immer so, wenn jemand mit ihm ein wenig plaudert. Ich glaube, er liebt seinen Beruf als Händler auch sehr. Vielleicht fast so sehr, wie ich den meinen.

Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei. (Nikos Kazantzakis)
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