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Leyn Stonmore

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Gern möcht ich euch eine Geschichte erzählen, die Geschichte von einem Ritter mit dem Namen "Leyn Stonmore". Ihr seid interessiert? Nun, dann setzt euch und lauschet meinen Worten!

Leyn wurde in Andorhal, einer Stadt im Norden innerhalb des Königreiches Lordaeron, geboren. Zu dieser Zeit galt Andorhal als "Kornkammer von Lordaeron", da hier der Großteil der Getreideproduktion des Königreiches stattfand und sich ebenfalls die meisten landwirtschaftlichen Vorräte hier befanden.

Er hatte eine strenge Kindheit, da seine ganze Familie aus gläubigen Leuten bestand: Sein Vater war ein Paladin und sein Bruder war ein Priester. Was aus seiner Mutter geworden ist, weiß er bis heute nicht, doch galt im Städtchen das Gerücht herum, dass der werte Sir Urdhal Stonmore nicht ganz so fromm war, wie man es von ihm erwartet hätte. Mit jedem Jahr das verstrich wurden die Erwartungen, die die Leute (vor allem die Vertreter der Kathedrale und des Paladin-Ordens) in Leyn setzten immer höher, was ihm sehr zu schaffen machte. Da trat sein Vater zu ihm, legte ihm eine Hand auf die Schulter und sprach: "Leyn, ich sehe, dass dich die Erwartungen der Menschen kaputt machen und so wisse, dass ich immer stolz auf dich sein werde, egal welchen Weg du nehmen wirst. Sieh die Regeln, die man dir auferlegt nicht als Bürden, sondern als Hilfe, auf dem richtigen Weg zu bleiben." Diese Worte nahm sich der junge Mann zu Herzen.

Als Leyn gerade erwachsen geworden war, empfand es sein Vater, dass es an der Zeit für ihn sei, Andorhal zu verlassen und in einem Kloster weiter südlich die Wege des Lichtes zu lernen, denn Leyn war erpicht, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. So verabschiedete sich Leyn noch einmal von seinem Vater sowie von seinem Bruder, Johnison Stonmore, und trat die Reise zum Kloster, welches als der Stolz der Priesterschaft von Lordaeron bezeichnet wurde, an. Dort lernte Leyn die Werte, die für den Pfad der Gerechtigkeit nötig waren, aber auch die Wege des Kampfes und die Kunst der Diplomatie. Doch zunehmend erkannte Leyn, dass die Priester, die hier einst ruhig ihrem Alltag nachgingen, mehr und mehr zu fanatischen Leuten wurden, die Hass auf irgendwelche Wesen hatten, welche wohl Lordaeron befiehlen. So flüchtete Leyn eines Nachts aus dem Kloster und begann die Reise in das Schwesternkönigreich Sturmwind.

Von dem Geld und der Ausrüstung, die er mitnahm, blieb schnell nichts mehr übrig, da er sie gegen Proviant eintauschen musste, um am Leben zu bleiben. Der letzte Rest an Münzen ging an einen Magier, welcher ihm im Gegenzug nach Nordhain teleportierte. Hier ließ er sich für die Armee von Sturmwind rekrutieren, wenn die Wachen auch aufgrund seiner Heimat ein wenig stutzig waren. Auch traf er hier auf drei merkwürdige Gestalten, die sich später als Kalinora, Magnus und Abel herausstellten. Diese waren die ersten, die es wagten Leyn das wahre Schicksal Andorhals mitzuteilen, doch Leyn wollte es erst glauben, wenn er die Stadt mit eigenen Augen sah.

In den folgenden Tagen und Wochen konnte sich Leyn in der Armee von Sturmwind hocharbeiten und gewann an Ansehen. Dieses Ansehen nutzte er, um die Chance zu erhalten, nach Norden zu reisen und endlich herauszufinden, was mit Andorhal geschehen war. Lang war die Reise und als er die verpestete Flora erkannte, ahnte er bereits, dass diese Leute die Wahrheit gesprochen hatten. Diese Erkenntnis wurde durch den Anblick des zerstörten Andorhals bestätigt. Riesiger Zorn und Hass erfüllten Leyns Herz und so schlachtete er so viele Untote in seiner Heimatstadt ab, wie er nur konnte ... zwanzig, dreißig, vierzig ... sie starben reihenweise und doch war die Macht des Lichkönigs so stark, sie bald wieder zurückkehren zu lassen. Leyn musste einsehen, dass dieses Unterfangen nicht fruchten würde und kehrte nach Sturmwind zurück.

Dies war der Beginn von Leyns Veränderungen, er wurde zurückhaltender, stiller und die Farbe seiner Augen war leicht verblasst. Doch seinen Freunden ließ er nichts anmerken. Als der König zum Schlachtzug gegen den Lichkönig in Nordend aufrief, war Leyn mit einer der Ersten, die sich auf eines der Schiffe setzten und zum eisigen Kontinent segelten. Tatkräftigt half er der Allianz bei der Gewinnung an Boden und bei der Niederringung von Feinden, vor allem der Untoten. So kam es, dass Leyn in diesem Getümmel ein weiteres Mitglied seiner Familie wiederfand: Seine Halbschwester Juliét, welche bei der Mutter aufgewachsen war. Doch auch dieses Glück wurde ihm aufbald genommen, als Juliét beim Sturm auf Eiskrone getötet wurde. Der Hass in Leyn stieg dadurch aufs unermessliche und das Blau in seinen Augen fast einem Weiß gewichen.

Nun wartet er auf den Moment, wo die Ritter des Argentumkreuzzuges die Eiskronenzitadelle stürmen und den Lichkönig angreifen würden, um entweder dabei zu helfen den Lichkönig zu Fall zu bringen oder zumindest ehrenvoll zu sterben und zu seiner Familie zurückkehren zu können.
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