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Lycander Tell´vaylvett


((Hi, ich bin neu. Im Moment quäle ich mich noch mit den Downloads rum. Ich hoffe hier RP zu finden, ohne Pandas ... der Newsletter schreck mich etwas ab: ich gehöre durchaus zu der Fraktion, die sich auch gerne mal wo durch hackt oder andere Spieler verklopft ... nein, nein, ich bin lieb! Dieser Charakter kommt von einem offiziellen Server und ich plane seine Geschichte hier fortzusetzen. Ich bin 29, rpe schon über eine Dekade .. ansonsten .. ja ähm .. hi *wink* ))

http://www.youtube.com/watch?v=MRrrjaTvBlo
 

Heute ...

Die Stadtwache von Silbermond:

„Verräter! Er war zwei Jahre weg … würde mich nicht wundern, wenn er diese Zeit im Gefängnis verbracht hat … wer das da ist? Lycander Tell´vaylvett … Lord Tell´vaylvett… Er hat sich einer radikalen Gruppierung angeschlossen, geleitet von so einen Spinner … einen Hassprediger der besonderen Art. Lycander hing an der Leine eines Blutelfen der behauptet, dass Blut aus der Sunstrider-Familie durch seine Adern floss. Dieser Gruppe sagt man Überfälle auf Allianzgebiete, Diebstahl von Artefakten und Erpressung nach. Sofern ich weiß, gibt’s diesen Haufen nicht mehr.

Dieser Oberspinner wurde von seinen eigenen Leuten gemeuchelt.“
 

Eine schattenhafte Gestalt, Silbermond:

„Nein, kenne ich nicht. Aber diese Gruppierung … ich glaube der Manaentzug stieg denen zu Kopf. Ich habe sie mal belauscht … sie suchten nach etwas, wollten etwas bauen … das ganze erinnerte mich an einen Kult – sie trugen eigene Wappen, eigene Rüstungen. Ist schon lange her – ich weiß nur noch das sie …diejenigen umbrachten die zu schwach waren – aus ihren eigenen Reihen. Sie töteten ihre eigenen Waffenbrüder … ich weiß nicht, ich wollte dort nur noch weg.“
 

Blutritter von Silbermond:

„Sieh an, sieh an. Der Herr, der keinen Frieden mit den Naru schließt ist wieder da. Einer von denen die am lautesten geheult haben, als wir unseren frei lassen mussten. Ich hab keine Ahnung wo er seine Lichtmagie hernimmt. Früher war er mal Ausbildner, angeblich musste er damit aufhören … seitdem haben wir wieder mehr Neulinge die die Ausbildung auch überleben“


Gestern...

Silbermond: Interner Bericht #2292755

„Eldrion fand dem Tod im Duell, sein Leichnam wurde in den Netherstrudel geworfen. Die Essenz des selbsternannten Hochlords und Abkömmling des Königshauses Sunstriders wurde nach mündlicher Überlieferung zerstört. Konkrete Beweise können nicht vorgewiesen werden.

Die militaristische Gemeinschaft besteht nur noch aus einzelnen Vertretern. Von Anbegin intrigierten und bekämpften sich die Mitglieder untereinander. Nach meiner Einschätzung wird es zu keiner strukturierten Fortsetzung der Ideale des Hochlords kommen. Liquidierung von 37901 und 37902 in der Scherbenwelt durchgeführt. Meine Suche nach den Stellvertretern des Führungsstabes verläuft sich über die letzten zwei Jahre im Sande. Ich kann nicht einschätzen ob diese zwei Subjekte zum Problem werden könnten.

Es gelang mir nicht, wie gewünscht von Ihnen, Beweise zu finden die gegen eine königliche Abstammung von Hochlord Eldrion Sunstrider sprechen.

Gezeichnet 10104668220 “

 

Vor 4 Jahren…

Fijora, Halbelfin aus Sturmwind

Ja. Ich war mal verlobt … heimlich … es endete vor 4 Jahren. Er war ein adeliger Blutelf … und die Leute mit denen er sich abgab waren ausgesprochen rassistisch und gefährlich. Sie hätten uns … verschwinden lassen, wenn sie das von uns gewusst hätten. Damals war ich aus diplomatischen Gründen in Silbermond. Wir haben uns kennengelernt, als er versuchte mich aus der Stadt zu werfen… Unsere Beziehung war ein auf und ab … und … und ... nein ich weine nicht … nah gut ich weine doch!

Es war eine Zeit lang sehr schön, wir haben sehr viel erlebt … das mit seiner Tochter … aber … da …da wusste ich auch noch nicht, welches Scheusal er ist… mehr als es Blutelfen ohnehin sind … ich durfte sein Anwesen nicht mehr verlassen … er hat mich versteckt … ich bin dann einfach … geflohen … Ich hatte Freunde bei den Zwergen von Aerle Peak … und … er ist da mit seiner Sekte eingefallen … sie habe etwa gestohlen … sie habe dort Zwerge getötet … er hat mir davon nichts erzählt! Obwohl er es wusste! Er war eine Woche weg … und kam mit einem Lächeln auf den Lippen wieder zurück, sagte nichts!! Ich habe erst Monate später davon erfahren … ich war auf einmal in einem Alptraum … ich hatte Angst und … bin geflohen.

 

Vor 12 Jahren …

Der Blutritter

Mhm, hehe ... ich bin Prediger. Warum ich es bin? Weil ich es kann. Ich war auf der Durchreise und dieses drecks Schiff hatte Verspätung. Mir blieb nichts über, als mich unter die minderwertigen und stinkenden Kreaturen zu mischen. Würde man dieses Nest auslöschen, hatte man einen guten Dienst geleistet. Ich habe mich gelangweilt ... also ging ich in eine dieser Spelunken... und was sah ich da? Einen Elfen im Ring. Schlamm war zu seinen Füßen und Flaschen flogen durch die Gegend. Er kämpfte gegen einem Orken... mit den bloßen Fäusten. So ein Ork ist groß und sehr kräftig. Körperlich uns überlegen ... aber wir sind auch dafür bekannt überlegender durch unseren Verstand zu sein. Zuerst habe ich nicht sehr viel von diesem Elf gehalten. Er benutze keine sichtbare Magie um gegen diesen Ork zu kämpfen. Hat dann auch verloren ... aber bis das geschah ... der Junge hat tüchtig eingesteckt und man musste ihn aus dem Ring tragen.

Aber da sieht man wieder, wie unbezwingbar unsere Rasse ist. Der Wille! Das ist es was zählt. Den Elfen habe ich zusammen geflickt. Immerhin, der Einzige der es Wert war ein Gespräch zu führen ... tja falsch gedacht. Er wollte nicht sprechen. Dachte schon ich hätte da einen stummen Elfen vor mir. Als er heil war, hat er sich aber knapp bedankt... und zu meiner Überraschung ist er wieder in den Ring gehüpft. Ich habe noch nie so gelacht wie an dem Tag, als er sich die Nase zweimal hat brechen lassen. Da war er mir dann auch sympathischer.

Er hat hin und wieder auf sich gewettet und nebenbei etwas Geld gemacht. Vielleicht war das seine Art zu leben. Vormittags mit einer Flasche Rum in der Hängematte, am Abend anderen die Fresse polieren. Mein Schiff blieb immer noch aus, also habe ich mich an seine Fersen geheftet. Die meiste Zeit über habe ich geredet. Umso besser sag ich! Wenn man mich mal erzählen lässt, dann kann sich keiner mehr meinem Willen entziehen. Hab ihm von der Stärke der Blutritter erzählt. Da hat er auch immer hingehört. Ansonsten verging die zeit recht schnell, wie sie immer vergeht wenn ich rede ... hehe. Aber der Kerl hatte einen inneren Schmerz, das hab ich genau gespürt.

Manchmal hat er sich stundenlang die Galgen auf denen Piraten baumelten angesehen. Ich würde mal tippen, dass das seine Kameraden waren. Aber so was sollte man nie zu laut aussprechen, hm? Fast schon schade, dass er so wenig geredet hat, ich glaube da war ne spannende Geschichte dahinter. Er war auch immer sehr neugierig wenn es um Matrosen mit zweifelhaftem Ruf ging. Vielleicht suchte er ja neue Piratenfreunde. Eines Tages hab ich einen Entschluss gefasst. Ich gab ihm meine Waffe und sagte ihm, wenn er sich damit umbringen würde - würde ich ihn wiederholen und dann mit einem Schreiben nach Silbermond schicken, dass er eine Ausbildung bekommen soll. Ich versprach ihm, nach was er sich sehnte: Stärke und vergessen. Als er sich umgebracht hat, ist er nicht ängstlich gestorben ... konzentriert und zornig ... aber nicht ängstlich. Hätte er sich in die Hosen geschissen, dann hätte ich ihn nicht zurück geholt. Aber so passte das schon. Die gestohlene Kraft des Lichtes hat ihn zurückgeholt. Tjo, die Geschichte endet, dass ich weiter musste und er einen Brief bekam.

Irgend so ein Bote kreuzte auf und meinte, dass er was geerbt hatte. Der Bursch war doch kein Pirat, sondern so ein Adelsschnösel.
 

Vor 13 Jahren …

Die Hafenaufsicht

"Die werden immer dreister und brutaler. Ich sag´s euch... unsere schöne Fracht. Was wir schon alles an Verluste hinnehmen mussten. Am liebsten sind ihnen ja die südlichen Gewässer. Schweinerei ist das.... einmal im Monat werden Komplikationen gemeldet.
Erstes Monat ... Diebstahl der Fracht
Zweites Monat ... Enterung des Schiffes und Versklavung der Besatzung 
Drittes Monat ... Ermordung der Besatzung
Viertes Monat ... ja da ist mal nichts passiert ... da war auch Krieg.

Harr ... ja der Krieg hat die ein Monat lang in ihre Verstecke gezwungen. Die wurden aber auch immer brutaler. Vor dem Krieg konnten die es sich nicht verkneifen ein Schiff zu entern und die ganze Besatzung über Board gehen zu lassen. Die haben alle die nicht zu denen gehörten ersoffen. Da waren auch einige Passagiere an Board. Schweinerei sag ich... will gar nicht wissen was sich da abgespielt hat.

Ja ich kann mich noch erinnern ... da war ein Hochelf, so ein Schnösel, der hat ein späteres Schiff genommen ... hat in Theramore erfahren, dass seine Frau und seine Sohn ... oder wars ne Tochter .. keine Ahnung, vielleicht auch beides ... also das die ersoffen wurden.

Da bricht schon ne Welt zusammen, neh? Der hat auch einen Radau gemacht als er das erfahren hat ... na ja ich hab selbst einen Sohn, kann es nachvollziehen. Glaub der wollte sich mit seiner Familie hier ne neue Existenz aufbauen. Das hat uns schon alle etwas mitgenommen, vor allem da dann auch der Krieg ausbrach. Ich meine ... was denkt man sich da, wenn man hört das Frau und Kind ertränkt wurde und dann wird plötzlich die alte Heimat zerstört und dieses Brunnen-Ding.

Naja, irgendwer hat ihm dann gesagt, dass diese Piraten sich im Süden aufhalten ... da in der Nähe um die Beutebucht... hehe... das ist ein Dreckloch sag ich. Ich glaube er ist hingeschifft.

Hab den Boten auch dahin geschickt der ein Jahr später mal bei mir nach ihm fragte."
Beitrag #1826 erstellt am: / Zuletzt geändert am:


Vor 13 Jahren …

Der Sanitäter:

"Das war eine schwere Zeit für uns alle. Ich meine... so viele sind im Krieg gestorben. Ich war damals als Sanitäter an die Front gerufen worden. Habe die ganze Zeit nur Verbände gewechselt, Gliedmaßen amputiert oder Hände von Sterbenden gehalten. Man stumpft nach einer Zeit ab. Die Tell´vaylvett´s haben sich alle in den Krieg geworfen. Alles Bogenschützen, der Vater und zwei Söhne. Die hatten etwas Kampferfahrung und hielten sich etwas länger. Aber Kampferfahrung ist in einer chaotischen Schlacht ja nichts wert. Zuerst starb der ältere Bruder an einem Schuss in den Hals. Der war fast sofort Tod. Hatte es leicht. Wenige Tage später wurde der Vater und der jüngere Sohn eingekesselt. Der Vater hat sich geopfert damit sein jüngerer Sohn davon laufen kann. Ja im Krieg erfährt man immer wieder kleine Heldengeschichten ... leider ging die traurig aus. Der jüngere Sohn hatte sich angesteckt an der Seuche. Er schaffte es hinter die Linie ... wurde von mir verarztet, aber da konnte ich nicht mehr viel tun. Leider. Damals sind viele Soldaten langsamen gestorben, von der Seuche zerfressen, oder aus Wahnsinn wegen dem Sonnenbrunnen … widerlich. 

Mhm, aber bevor ich dem jüngeren Sohn das Genick brechen musste, erzählte er mir von einem weiteren Bruder. Namen hab ich schon vergessen, damals hab ich ihn mir aufgeschrieben; aber an die Geschichte erinnere ich mich noch. Der Kerl ist auf ne Weltreise gegangen kurz vor dem Krieg...oder so. Dieser verfluchte Glückspilz! Der wusste ja nicht, das n Krieg drohen würde von solchen Ausmaß. Fährt da ins Warme ... Ich konnte mir zwischen den Schreien des Kriegs leibhaftig vorstellen, wie er an nem Strand in ner Hängematte mit einem Krug in der Hand sitzt! Ja klar... er hat seine ganze Familie verloren ... dafür aber saftig was geerbt. Naja das mit seiner Familie ist halt blöd, zumindest kann er stolz auf seinen Vater sein. Ja, ich glaube er ist stolz auf seinen Vater!

Hehe ... man hatte der Glück."
 

Vor 15 Jahren …

Die Hausangestellte, Silbermod

"Es gibt sehr viele böse Gerüchte über Lycander. Aber ich weiß es besser! Lycander ist ein ehrenvoller, verantwortungsbewusster Mann.
 
Das alles war vor dem Angriff der Geissel … fünfzehn Jahre vielleicht? Damals war ich noch in Lehre. Auf meinen Arbeitsweg musste ich immer am Rand des Anwesens der Tell´vaylvetts gehen. Man hat zu der Zeit ja eine Frauenleiche in einem Wald gefunden. An diesem Wald musste ich auch vorbei. Jedenfalls hat mich ein Mann angegriffen und in den Wald gezerrt … ich konnte grade noch so entkommen … irgendwann bin ich verletzt zusammengebrochen.
Lycander und seine damalige Freundin oder Frau haben einen Abendspaziergang gemacht, damals war sie schwanger. Ich war so verletzt das ich mich kaum erinnere, aber ich glaube Lycander hat mich in die Siedlung von Clarissa, seiner Frau getragen … naja, Siedlung ...es waren drei verfallene Häuser am Wasser. Seine Frau war eine Heilkundige ... dort haben sie mich aufgepäppelte. Ohne die zwei wäre ich verblutet. Ich habe ihnen eine Beschreibung gegeben. Es dauerte nur eine Wochen, dann brachte Lycander mich auf sein Anwesen. 

Clarissa kam nicht mit. Sie hatte Angst um ihr ungeborenes Kind und vor Lycanders Vater. Jedenfalls ... auf seinem Anwesen waren einige Wachen von Silbermond. Ein Richter war auch dort. Sie stellten mir zwei Männer vor... und... ich erkannte ihn. Er hat dann auch gestanden eine weitere Frau umgebracht zu haben. So wie er ausgesehen hat, war es wohl ein Geständnis unter Folter gewesen. War mir nur recht... ich habe ihn ohnehin erkannt! Lycander hat darauf bestanden selbst der Henker sein zu dürfen. Man sagt er sei blutgeil ... ich glaube er wollte nur Vergeltung. Ich brauchte noch Zeit um zu genesen. Damals verbrachte ich einige Zeit mit Clarissa. Man sagte sie sei eine Hure... schrecklich, dabei war sie nur eine Waschfrau und eine Heilkundige. Mir ist nicht bewusst woher die Gerüchte kamen, aber Clarissa war eine sehr nette Frau. Ich habe später oft auf Lycanders und Clarissas Kind aufgepasst, wenn sie Zeit für sich haben wollten. Lycanders Vater wollte Clarissa nicht akzeptieren ... ich denke mal weil sie einfach arm war. Dabei waren die zwei so glücklich zusammen... Ja Lycander und Clarissa wollten mit ihrer Tochter durchbrennen. Das war wenige Monate vor dem Angriff der Geisel... Irgendwelche Leute haben Clarissa nachgestellt und sie und ihr Kind bedroht. Sie wurde sogar bestochen. Man bot ihr viel Geld an, wenn sie Lycandar verlassen würde. Eine Frechheit wenn man mich fragt.

Lycander hatte Grund zur Sorge und schickte seine Frau und seine Tochter voraus. Er blieb zurück um mir noch einige Sachen zu regeln… Eigentlich habe ich nicht mehr damit gerechnet das Lycander überhaupt kommen würde...

Vor 145 Jahren …

Die alte Köchin:

"Oh das ist ja schon eine Ewigkeit her. Der Lycander, tjaha... als er noch klein war … war das ein süßer Fratz! Am liebsten hätte ich ihn die ganze Zeit in die Bäckchen geknufft. Aber leider bleiben die Spatzen nie jung.

Jedenfalls war er ein richtig tapferer und aufgeweckter Bängel. Er schlich sich immer in die Küche um einige Plätzchen von mir zu stehlen und ich hab immer so getan als würde ich es nicht merken. Wie alt war er da? Hmm ... sehr jung... vielleicht sechs Sommer. Garantiert nicht mehr. Er hat soviel gelacht und so lustige Streiche gespielt. Ihr müsst wissen er hatte zwei ältere Brüder, die waren stärker als er. Aber schon damals hat er sich nicht so leicht klein kriegen lassen. Sein Vater wollte immer, dass alle seine Jungs Bogenschützen werden. Lycander musste gegen seine zwei Brüder ankommen, die alle schon stark genug waren einen Anfängerbogen zu spannen. Ich glaube darum hat er sich immer gewehrt den Wunsch seines Vaters nachzugehen. Seine Brüder waren einfach besser und haben ihn nur ausgelacht. Naja... Eigentlich waren sie eine glückliche Familie. Der Vater war immer schon etwas
komisch, aber das hielt sich in Grenzen. Lycanders Mutter war eine wunderschöne und gütige Frau mit langen schwarzen Haaren. Das arme Geschöpf starb leider bei Liilus Geburt. Liilu war seine jüngere Schwester. Ab dem Zeitpunkt fing sein Vater zu trinken an. Er hat das zwar immer versucht das vor seinen Kindern zu verbergen, aber die Angestellten bekamen alles mit. Sein Vater kam leider nie über den Tod seiner Frau hinweg. Er war ein harter Mann, hatte aber einen sehr zerbrechlichen Kern. Mit der Zeit gab er der kleinen Liilu die Schuld an ihrem Tod. Das war nicht nett, sie war ein so liebes Mädchen.

Ich erinnere mich noch ganz genau. Er hatte wieder getrunken und war schreiend durchs Haus gerannt. Lycander und Liilu haben in frühen Kindheitstagen immer in einem Zimmer geschlafen. Damals hatte ich furchtbare Angst, so schlimm war es noch nie mit ihm gewesen. Er ist in deren Kinderzimmer rein und fängt dort auf einmal zu brüllen an. Liilu weint bitterlich ... sie war grade so alt das sie Laufen konnte, da springt Lycander von seinem Bett und tritt seinen Vater gegen Schienbein. Der war so betrunken das er gestürzt ist. Als sich sein Vater wieder aufrappelt, steht Lycander breitbeinig und mit erhobenen Händen schützend vor Liilu. Mir ist der Atem gestockt. Ihr müsst wissen, ich war damals jünger und hatte selber Angst. Vor allem hatte ich Angst um meine Anstellung. Ich bin dann Hilfe rufendend durchs Haus gelaufen. Ein paar Dienstboten kamen uns zu Hilfe. Aber da hatte er Lycander schon verletzt. Sein Vater musste ihn wohl geschlagen und getreten haben. Hat er doch glatt seinen Frust an diesem kleinen süßen Jungen ausgelassen! Liilu war zum Glück unverletzt. Sie hat nur einen großen Schrecken bekommen. Die Kleine verstand die Welt ja auch nicht mehr. Zumindest hat mir einer der Dienstboten gesagt, dass Lycanders Vater einen kleinen Gebissabdruck im Unterschenkel hatte! 

Lycander und Liilu waren immer ein Herz und eine Seele. Das arme Mädchen hatte noch oft zu spüren bekommen, dass ihr Vater sie verachtete und Lycander nahm sie auch immer in Schutz. Er hat ja seine Tochter nach ihr benannt.
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