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Dramagy - oder wie aus einem Drama Magie wurde

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Im siebenten Stadium ihres Seins verließ die junge Draenei Dramagy Feuerhuf ihre Heimat, die Insel der Exodar, um in fernen Landen neue Freunde zu finden.Ihre Sippe hatte aus ihr eine Jägerin machen wollen, doch dem tollpatschigen Draenei-Mädchen wollte es einfach nicht gelingen, Pfeil und Bogen fachgerecht zu bedienen. Immer wieder gingen ihre Schüsse nach hinten los und auch im Fallen stellen erwies sie sie als ziemliche Enttäuschung, landete sie doch - trotz unzähliger Versuche - regelmäßig in der eigenen Schlinge.Eines Tages verloren ihre Lehrmeister, die bereits in Deckung gingen, wenn Dramagy auch nur in die Nähe einer Schußwaffe kam, endgültig die Geduld.Eine letzte Chance hatten sie ihr gegeben, sich zu beweisen. Doch auch diese hatte Dramagy komplett verhuft und verhornballt (was in der Sprache der Draenei soviel heißt, wie "in den Sand gesetzt!": Anstatt, wie ihr befohlen worden war, für die Hochzeit ihrer Schwester ein Pferd zu erlegen und zu schlachten, hatte sie es doch tatsächlich fertig bekommen, den Kadaver eines alten, stinkenden Zepra's anzuschleppen.Das hatte selbst die Hörner der Clanältesten zu Pfeifen gebracht und um nicht ordentlich eins zwischen die eigenen verpasst zu kriegen, musste das arme Fohlen gewältig die Hufe schwingen. Als sie endlich genügend Abstand zwischen sich und den wütenden Mob gebracht hatte, nahm sie allen Mut zusammen und erkaufte sich von ihrem letzten Geld eine Schiffspassage nach Auberdine. So brach sie nun auf in die weite unbekannte Welt hinter dem Horizont wo ihr dramatisches Schicksal bald einen neuen Lauf nehmen sollte!
Frustriert und von Seekrankheit geplagt, ging Dramagy an einem nebeligen Montag Morgen in Auberdine an Land. Ganze drei Tage lagen hinter ihr, an denen sie immer wieder unfreiwillig, mit dem Kopf über der Reling hängend, die Fische gefüttert hatte. Allerdings waren ihr dabei - neben ihrem Mageninhalt - auch allerlei aufschlussreiche Gedanken durch den Kopf geschossen. Ihr war klar geworden, dass sie unter keinen Umständen jemals wieder auf die Jagd gehen sollte, wenn sie in dieser neuen Welt Freunde finden wollte. Aber wie sollte sie fortan ihren Unterhalt verdienen? Als Kriegerin? Niemals! Bei ihrem Talent würde das eh nur zum "Friendly Fire" führen. Priesterin? Mit Hörnern auf dem Kopf ... undenkbar! Schamanin könnte klappen! Allerdings war da die neu gewonnene Abneigung gegen das Element Wasser...' Nein danke!' Als Paladin ständig eine schwere Rüstung umherzuschleppen erschien ihr viel zu anstrengend. Aber was war mit Magie? ' Essen und Wasser herbeizaubern zu können, klingt verlockend', dachte Dramagy. ' Und reisen ohne Muskelkraft, sondern ganz allein durch Telepathie' - ja, dieser Gedanke gefiehl ihr besonders gut.Voller Entschlossenheit und neu gefundenen Mutes streckte sie die Hände zum Himmel und rief mit lauter, kräftiger Stimme: "Ich will eine Magierin sein!" Und plötzlich, so als ob eine unsichtbare Macht sie erhört hätte, durchfuhr ein greller Lichtblitz ihren Körper und von ihren Fingerspitzen lösten sie kleine Feuerfunken, die zischend durch den Nebel tanzten.Eine Woge des Glücks erfasste Dramagy. Sie hatte ihre wahre Bestimmung gefunden!
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