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Briefwechsel

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"Liebste Kalinora !

Deine Froststofftaschen finden grossen Anklang, wie erwartet, besten Dank für die Lieferungen !

Du ahnst nicht, was passiert ist ! – Nein, keine Sorge, nichts Schlimmes, im Gegenteil !

Da war dieser Vertreter der
Handelsgesellschaft Nord, Anthonius, ich glaube, du kennst ihn. Er schimpfte mich zuerst "Anfängerin", weil ich… Oh… das weisst du ja auch noch gar nicht so genau…

Die Schneiderei… ich habe aus ihr ein Tauschhandelsgeschäft gemacht. Aber das zu erklären, würde jetzt mehrere Pergamente benötigen, und ich will die Handelsgesellschaft nicht gleich zu Beginn für zu viel Privat-Persönliches ausnutzen."



Rhea grinste breit vor sich hin, als sie den Anfang des Briefes noch einmal überflog. Sie konnte sich ihre Schwester vorstellen, wie sie schon beim zweiten Satz erbleichte und durch den dritten in ihren Befürchtungen eher bestärkt, als beruhigt wurde. Kalinora hatte ein zu empfindliches Gemüt, darum würde aus ihr nie eine gute Händlerin werden. Sie hatte neben ihren magischen Studien dafür auch gar keine Zeit, darum hatte sie den Laden ja auch an sie abtreten müssen. Auch wenn der Brief sehr deutlich gemacht hatte, dass ihr das gar nicht gefiel. Sie wäre lieber ihrem Handwerk nachgegangen, als im kalten Norden oben in geheimnisvollen Angelegenheiten hin und her geschoben zu werden.

Wenn sie es sich richtig überlegte, war ihre Schwester schon zu bedauern. Da hatte sie selbst doch das bessere Los gezogen und hatte sich ihre Freiheit bewahren können.  Dieser erste Spass musste reichen, sie musste es ja nicht übertreiben mit der Spannung. Und schliesslich hatte sie es elegant eingeflochten, dass die Schneiderei keine solche mehr war. Nicht in erster Linie zumindest, auch wenn Rhea geduldig daran arbeitete, dem Handwerk ihrer Schwester nachzueifern.


"Ich darf dir mit Stolz und Freude mitteilen, dass die Handelsgesellschaft Nord auf mich zugetreten ist – und mich angeworben hat !

Ja ! Ich bin jetzt Mitglied der
Handelsgesellschaft Nord !"


Das Ausrufezeichen war so schwungvoll gesetzt, dass Rhea über sich selbst Lachen musste. Ja, sie war wirklich stolz darauf und freute sich ungemein. Vor allem, weil sie zuerst bei Anthonius auftauchen etwas ganz anderes erwartet hatte !

Er war in ihrem Laden erschienen und hatte, völlig in sich versunken und offensichtlich seine Umgebung vergessend, in ihrem Laden herumgeschaut, gerechnet und geprüft und nochmal gerechnet und ständig ungläubig vor sich hingemurmelt… Rhea war es ganz mulmig geworden.

Berechnete er, wie viel Steuern sie dem König vorenthielt ? Oder wollte er ihre anwesenden Kunden darauf aufmerksam machen, dass bei ihr etwas nicht mit rechten Dingen zu gehe ?!

Die Handelsgesellschaft Nord genoss einen sehr guten Ruf und war bekannt dafür, jedwelche seltenen und seltensten Materialien innert kürzester Zeit beschaffen zu können. Es sich mit ihnen zu verscherzen, konnte sich auch Rhea nicht leisten, selbst wenn sie sich immer wieder einredete, dass dieses Geschäft ja gar nicht ihres war, dass im Zweifelsfall ja eigentlich ihre grosse Schwester dafür verantwortlich war…

Gedanken, über die sie sich selbst ärgerte, wollte sie doch endlich auch einmal aus Kalinoras Schatten heraus treten, auch wenn sie sich sicher nie mit deren Können messen konnte…

Insgeheim hatte sie befürchtet, die Handelsgesellschaft ziehe alle Register ihres Könnens, um sie, die kleine Händlerin, unschädlich zu machen. Dabei schadete sie ja niemandem… nun ja…. mit Ausnahme der königlichen Steuerkasse eben, wie sie sich ständig nur zu bewusst war.

Und dann hatte Anthonius erstaunt ausgerufen, dass sie mit ihrem Tauschhandel "einen Riesengewinn mache" ! Rhea hatte es für einen Moment die Sprache verschlagen – nur kurz allerdings, denn sie hatte sofort zurückgeschossen, dass das ja schliesslich, laut Anthonius‘ eigener Aussage, der Sinn jeglicher Geschäfte sei… Dabei hatte sie eigentlich nicht genau verstanden, was er gemeint hatte – ihr Geldbeutel war auch an diesem Tag leer geblieben, auch wenn einige Kunden zufrieden ihren Tauschgeschäften nachgegangen waren. Wieder hatte Rhea einen Hinweis auf die Steuer erwartet…

Stattdessen hatte Anthonius ganz begeistert davon zu reden begonnen, wie toll diese Idee sei und dass sie sich gut in die Interessen der Handelsgesellschaft integrieren würde…

Das hatte Rhea zum zweiten Mal an diesem Abend die Sprache verschlagen. Er wollte ihr nicht das Wasser abgraben – er wollte sie tatsächlich ANWERBEN !

Es war reiner Instinkt gewesen, dahinter wieder einmal eine Falle zu vermuten – und sich Bedenkzeit auszubitten. Bei einem Krug Met hatte sie dann allerdings der Ehrgeiz gepackt. Mitglied der Handelsgesellschaft Nord, und das in so kurzer Zeit, und die Gesellschaft war auf sie zugetreten, sie hatte nicht darum betteln müssen… – Kalinora dürfte jetzt sicher stolz auf sie sein!

Rheas Grinsen war einem stolzen Lächeln gewichen. Schwungvoll beendete sie den Brief an ihre Schwester.


"Die Bedingungen sind völlig in Ordnung, ich habe weiterhin alle meine Freiheiten und bin zu praktisch nichts verpflichtet. Wenn du mich, oder besser UNS !,  weiterhin belieferst, wird das sicher auch für deinen Namen von Vorteil sein.

Mit den besten Wünschen und der Hoffnung auf eine gute Zusammenarbeit!

Rhea Weidflecht,
Tauschhändlerin zu Sturmwind und Mitglied der
Handelsgesellschaft Nord"


Rhea las den Brief noch einmal durch und seufzte dann leise. Da hatte sie doch tatsächlich vor lauter Freude noch etwas ganz Wichtiges vergessen…


"P.S: Ich hoffe, du bist wohlauf und kommst mit deinen Studien voran ? Anthonius hat sich nach deinem Befinden erkundigt."


Sie wartete, bis die Tinte trocken war und wollte das Pergament schon zusammenrollen, da blitzte noch ein Gedanken in ihr auf. Um ihn zu notieren musste sie zwar das Pergament drehen und um die Ecke schreiben, aber ihrer Schwester war das sicher egal.


"P.P.S.: Deine Taschen sind sehr toll, aber mit etwas grösseren könnte ich dieselben Kunden noch einmal bedienen…"


Ja. So lohnte es sich doch, den Brief abzusenden.
Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei. (Nikos Kazantzakis)
Beitrag #477 erstellt am: / Zuletzt geändert am:

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"Hallo, Kali…

Du solltest unbedingt nach Sturmwind zurück kommen ! Hier geschehen seltsame Dinge, und ich weiss nicht, wer dafür verantwortlich ist. Bis heute glaubte ich, schief gelaufene magische Experimente seien der Grund dafür. Aber heute…. wandelte ein Untoter durch Sturmwind und schwafelte etwas von "Zauberern"…. Ein Untoter…. stell dir das vor !  Das ist doch eher das Werk dieser Hexenmeister, oder nicht ?? Du kennst dich da doch viel besser aus !

Und das Wetter spielte heute auch verrückt. Schnee, und das Mitten im Sommer ! Hier ! Und gleich darauf wieder heftige Regenschauer, dann Sonne….. zum verrückt werden, wirklich.

Ach ja – und von Ed weisst du ja auch noch nichts ! Es sei denn…. Vielleicht hast du ja von irgend einem deiner Magier-Kollegen etwas davon gehört ? Das ist doch sicher irgend so ein magisches Experiment, das schief gelaufen ist ! Ganz sicher ! Wie sonst könnte ein Pferd…. könnten Pferde…. Ach ! Ich weiss doch auch nicht ! Irgendwie bin ich ganz verwirrt !

Und wehe, das ist auch das Ergebnis eines magischen Experimentes ! Ich sag’s dir…. Wenn ich das erfahre…. Ihr seid doch alle gleich !


Oder eben nicht...
Du, da war heute eine dieser blauhäutigen Draeneis bei mir. Eine angenehme Kundin, sehr zuverlässig und pflichtbewusst. Sie mag deine Taschen sehr.
Aber sie hat ein Problem… Sie schläft manchmal so schnell ein, nur kurz, und erwacht auch gleich wieder, so nach ein paar Augenblicken. Aber dazwischen schnarcht sie. Also, das ist nicht das Problem, das Schnarchen, meine ich. Zumindest glaube ich, dass das kein Problem ist. Sie schläft ja nicht bei mir im Laden. Also nicht immer. Aber manchmal eben schon. Also einfach ein.

Hach ! Was ist nur los ?? Ich kann mich kaum konzentrieren….

Und ich weiss auch wieso.
Das erzähl ich dir nachher.
Erst das mit der Draenei.

Sie braucht Hilfe. Jemand, der ihr hilft, mit ihren magischen Kräften umzugehen. Ich habe sie zum Turm der Magier geschickt, doch sie sagte, dass sie dort schon war, die aber… Sommerferien haben und deswegen nicht unterrichten. Sommerferien ! Wo gibt es denn sowas ! Ich wusste nicht, dass es das in Sturmwind gibt ! Ich meine, in Süderstade, da ist ja im Sommer und im Herbst am Meisten zu tun, auf den Höfen. Aber hier in der Stadt…. Du hast mir nie davon erzählt, dass du Sommerferien hast !

Na jedenfalls, diese Magier scheinen ihr nicht helfen zu wollen. Oder zu können. Oder was weiss ich !
Jedenfalls hab ich ihr gesagt, dass ich dir schreibe. Darum sitze ich hier. Kannst du nicht kommen und ihr helfen ? Oder jemanden schicken ! Oder beauftragen ! Du kannst das doch sicher, oder ?


... Und ich könnte deine Hilfe auch brauchen….

Ich hab da jemanden kennen gelernt.
Nein, nicht was du jetzt denkst !!
Das ist etwas Spezielles.
Hier vor mir liegt ein Päckchen von ihm. …. NEIN ! Nicht so, wie du denkst….
Ein ganz spezielles.
Er sagte…. wenn ich das öffne, …

Wenn ich ihm vertraue, dann soll ich es öffnen und ihm den Inhalt bringen.
Aber wenn ich es öffne, dann… gehe ich eine Verpflichtung ein… Aber ich weiss nicht, was für eine !

Soll ich es öffnen ? Ich möchte ja schon sehr gerne wissen, was drin ist !
Vielleicht einfach öffnen und dann entscheiden, was ich damit mache ?
Aber vielleicht…. merkt er das, irgendwie. Wenn er wieder kommt und ich weiss, was in dem Päckchen war, dann… das merkt er sicher !

Was meinst du ?
Ich meine…. Was soll denn das ?!
Er gibt mir ein Päckchen, und sagt, wenn ich es öffne, vertraue ich ihm und gehe eine Verpflichtung ein. Aber er sagt mir nicht, was für eine ! Nur, dass "viel aus mir werden könnte" …… Klingt doch verlockend, findest du nicht auch ?

Aber was soll ich tun, wenn ich ihm nicht vertraue ? Es einfach weg werfen ? Und wenn es dann jemand anderes findet und öffnet…. ? Geht der dann auch diese Verpflichtung ein ?
Aber das ist doch eigentlich egal, es geht um mich !


Ach, Kali !
Was soll ich tun ??

Ich kann dir hier nicht mehr dazu schreiben.
Wenn du doch nur hier wärst, dann könnte ich mit dir reden !

Du musst einfach nach Sturmwind zurück kommen. Fertig.
Hier brauchen alle deine Hilfe !

Rhea"
Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei. (Nikos Kazantzakis)
Beitrag #552 erstellt am: / Zuletzt geändert am:

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"Kali !!

Ich bin am Ende.
Ich werde den Laden schliessen und weit von hier fortziehen müssen !
Weg aus dieser Stadt, in der Zwerge Leute und Geschäfte überfallen können, herumschiessen, mir zur Seite stehende Helfer verletzen und sogar ermorden können, ohne dass der König oder die Stadtwache oder irgendjemand sonst auch nur Notiz davon nimmt !

Ja, ich HABE die Stadtwache informiert. Und es kam keine Reaktion. Niemand kam vorbei, niemand befragte mich, niemand kümmerte sich darum.
Doch. Cornelius. Aber der hat nichts mit der Wache zu tun. Aber es war danach wenigstens eine Zeit lang ein wenig ruhiger. Ich kann dir nicht mehr davon erzählen, weil ich selbst nicht mehr weiss.

Ich habe sogar gehört, dass die Stadtwache in Sturmwind verstärkt werden soll. Offenbar hat es dort einen Todesfall gegeben, doch es wurde nichts offiziell darüber vermeldet. Nur, gemerkt habe ich von dieser Verstärkung bisher nichts. Ich glaube, der König ist einfach zu geizig dafür ! Und beim letzten Überfall habe ich wirklich laut um Hilfe geschrien, doch offenbar scheint der Park für die Stadtwache ein zu wenig wichtiger Ort zu sein, sind ja hauptsächlich Elfen dort. Und die Elfen scheinen sich nicht um die Belange der Menschen und Zwerge zu kümmern. War Sturmwind schon immer so ignorant ??

Ich habe einen Ingenieur gebeten, mir eine Alarmanlage mit Falle zu bauen. Er hat mir dann einen seiner… Freunde als Schutz zur Verfügung gestellt. Davon erzähle ich dir vielleicht ein andermal. Jedenfalls hat es recht gut geholfen, und der eine Zwerg wurde einige Zeit nicht mehr gesehen.

Aber… Kali, es hat Tote gegeben, wahrscheinlich. Auf jeden Fall zwei Verletzte. Einer davon wurde IM Laden angeschossen, neben mir !

Ich kann das nicht, Kali !
Ich schaff das nicht.

Anthonius hat eine Stelle als Wachmann ausgeschrieben, und es hat sich auch jemand dafür beworben. Wilhelm, hiess er. Und solange er da war, war alles ruhig. Dann fühlte er sich wahrscheinlich unterfordert und erschien nicht mehr zum Dienst – und genau dann kamen diese beiden Zwerge wieder ! Und nein, ich habe den Wachmann nicht bezahlt, und ich hoffe sehr, die "Handelsgesellschaft Nord" auch nicht !

Aber wo soll ich denn noch Personenschutz her nehmen ??
Wenn jetzt sogar das Leben meiner Kunden bedroht ist ?!
Dass so etwas in dieser Stadt überhaupt nur nötig ist, ist ja schon himmelschreiend !

Ich habe wirklich alles versucht, Kali. Wirklich.

Und auch derjenige, von dem ich dir erzählte, ist untergetaucht... Ja, ich habe das Päckchen geöffnet. Doch nichts ist passiert. Dabei könnte ich im Moment wirklich jede Unterstützung brauchen.
Oder hätte sie brauchen können.
Denn jetzt….. weiss ich nicht mehr, was ich tun soll.

Bitte, tu irgendetwas !
Schreib dem König, oder den Magiern, oder was weiss ich ! irgendwen solltest du doch sicher kennen, der für Sicherheit sorgen könnte ! Du hast da sicher bessere Chancen, dich kennt man.
Du bist meine letzte Hoffnung. Und sonst… muss ich dir leider sagen, dass du die Sache mit der Geschäftslizenz mit dem König selbst abmachen musst.

Es tut mir leid, Kali. Ich schäme mich dafür, dass ich das nicht geschafft habe.
Aber vielleicht hatten alle Zweifler Recht, und ich bin noch viel zu jung, um richtig Verantwortung tragen zu können.

Bitte, hilf mir !

Verzweifelt,
Rhea

P.S.:
Der Stadtmagier hat vor kurzem wieder dafür Sorge getragen, dass es die Kunden etwas bequemer haben. Und glaub mir, das Geschäft lief wirklich gut. Ich war mehr als zufrieden mit dem, was ich erhielt, und deine Taschen wurden auch nie beanstandet."
Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei. (Nikos Kazantzakis)
Beitrag #882 erstellt am: / Zuletzt geändert am:

[Game Master]
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"Liebste Rhea,

wo bist du denn ?! Ich hoffe, du bist wohlauf ?
Ich wollte Dich besuchen, habe aber niemanden angetroffen, und Sylista erzählte etwas von einer Reise, einer Suche ?

Wie kannst du nur ?! Du kannst doch den Laden nicht einfach für ein paar Tage (oder gar Wochen ?!) schliessen, ohne mir etwas zu sagen ! Du weisst doch, dass mit den Beratern des Königs nicht zu Spassen ist. Wenn Morgana Wind davon bekommt, bin ich die Lizenz los ! Und diese wieder zu erhalten...
ich weiss nicht, ob das möglich ist... Vor allem, weil du mit diesem... Tauschhandel... ja keine versteuerbaren Einnahmen machst...
 
Melde dich im Turm, sobald du wieder da bist. Ich denke, wir müssen reden, dringend !

Grüsse,
Kalinora

P.S.: Was ist nur mit dem Leuchter passiert ? Ich werde einen Handwerker des Turms vorbei schicken, der ihn wieder an der Decke montiert. Das ist ja kein Arbeiten, so, mit den Kerzen auf der Theke ! Du ruinierst noch deine Augen !

P.P.S: Aber, was viel wichtiger ist: schönes Muster, dass du da webst ! Ist das eine Auftragsarbeit ? Du musst mir unbedingt erzählen, was du damit vor hast. Ich freu mich für dich, dass du am Schneidern letztlich doch noch Gefallen gefunden hast. Es ist ein solides Handwerk und wenn du fleissig bist, wirst du es weit bringen. Ich hab mir deine Sachen ein wenig angeschaut, du machst das sehr gut, wirklich.

Ich kann noch ein paar Tage in Sturmwind bleiben. Melde dich bald, ich freu mich, dich wieder zu sehen !
"


Die Magierin steckte den Brief seufzend in einen Umschlag, legte diesen auf die Theke und blickte sich dann nachdenklich um.
Sie war ihrer Schwester nicht böse, aber irgendwie hatte sie ein ungutes Gefühl. Dass die Kleine abgereist war, ohne sie spätestens bei übernächster Gelegenheit zu informieren, deutete auf ein Problem hin, das grösser zu sein schien, als sich Rhea wohl selbst eingestehen wollte. Kalinora kannte ihre Schwester gut genug. Irgend etwas stimmte nicht. Es schien eher eine Flucht, als eine Reise zu sein...

Wo war Rhea da nur wieder hineingeraten ? Wovor floh sie ? Und vor allem: wohin eigentlich ??
Kalinora schloss die Tür ihrer ehemaligen Schneiderei und machte sich auf den Weg zurück zum Magierturm. Die Sorge um ihre kleine Schwester wurde nicht kleiner, auch wenn sie sich auf alles keinen Reim machen konnte...
Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei. (Nikos Kazantzakis)
Beitrag #1132 erstellt am: / Zuletzt geändert am: